HOCHWASSERKATASTROPHE in Braunsbach Heftige Überschwemmungen Baden-Württemberg-LIVE VIDEO

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Braunsbach Überschwemmungen .Hochwasserkatastrophe in BraunsbachNach orkanartigem Regen in der Nacht auf Montag ist es vor allem in Braunsbach und Cröffelbach zu großen Sachschäden gekommen. In Weißbach im Hohenlohekreis soll ein Mann in einer Tiefgarage ums Leben gekommen sein. Das Haller Landratsamt hat am frühen Montagmorgen eine Pressemitteilung herausgegeben: Niemand soll im Haller Landkreis verletzt worden sein. Mit Bildergalerie




Die Polizei gibt in einer Erstmeldung kurz vor Mitternacht bekannt, dass längerer Starkregen zu schweren Unwetterfolgen geführt habe. Die sozialen Internetmedien sind voll mit Bildern und Videos vor allem aus Braunsbach. Dort ist zu sehen, wie Straßen von Wasser und Geröll überschwemmt sind, wie Autos - sogar der Mannschaftstransportwagen der Feuerwehr - in den Fluten durch den Ort treiben.

Laut Anwohnern ist der Ort nahezu von der Außenwelt abgeschnitten. Die Burgenlandhalle stehe unter Wasser, Autos lägen übereinander.

Von Verletzten weiß man bei der Polizei um Mitternacht noch nichts. Auch Gerüchte über Opfer, die im Internet kursieren, wollen die Beamten beim zuständigen Lagezentrum in Waiblingen nicht bestätigen. In Braunsbach wurde vor Ort ein Lagezentrum des Katastrophendienstes gebildet.

Auch andere Orte sind betroffen, wie Wolpertshausen, Cröffelbach oder Ilshofen. Auch die Cröffelbacher Steige ist dicht.
Aus dem Hohenlohekreis werden Hochwasserschäden besonders in den Kochertalstädten Künzelsau und Niederhall gemeldet. In der Kreisstadt ist der Künsbach, der normalerweise unterirdisch unter der Hauptstraße hindurch fließt, an die Oberfläche getreten, weil die Verdohlung die Menge der Fluten die den Berg gen Kocher suchte, nicht mehr halten konnte. Das Künsbachwasser überschwemmte das Stadtzentrum. Die Stadt Künzelsau teilt mit, dass dort mindestens am Montag Kindergärten und Schulen geschlossen bleiben.

Landrat Dr. Mathias Neth aus dem Hohenlohekreis hat mitgeteilt, dass etliche Straßen gesperrt sein werden - unter anderem die Kochertalstraße. Die kommunalen Feuerwehren, der Rettungsdienst und das Technische Hilfswerk sind in Hohenlohe die ganze Nacht im Dauereinsatz. Laut Neth werde es Tage dauern, bis die Einsatzstellen abgearbeitet werden.

Hilfsorganisationen bitten die Bevölkerung, möglichst zu Hause zu bleiben. Helfer sollen nicht in ihrer Arbeit gestört werden, es gebe immer noch Gefahrenstellen. Die Polizei teilt außerdem mit, dass der Pegelstand des Kochers weiter ansteigt.

+++ UPDATE 02.01 Uhr +++ Der SWR meldet- ohne sich auf Quellen zu beziehen, dass das Unwetter im Hohenlohekreis bereits ein Todesopfer gefordert haben soll. Demnach soll es in einer Tiefgarage ertrunken sein.

+++ UPDATE 06.45 Uhr +++ Überall sind Helfer dabei, die Schäden zu beheben. Braunsbacher werden von den Behörden gebeten, ihr Trinkwasser sicherheitshalber vor dem Gebrauch abzukochen.

+++ UPDATE 06.51 Uhr +++ Das Landratsamt Schwäbisch Hall gibt eine Pressemitteilung heraus.

"Nach bisherigen Erkenntnissen gibt es keine verletzten Personen", wird gemeldet. "Wasser aus dem Orlacher Bach und dem Schlossbach sowie mehrere abgegangene Muren hätten enorme Verwüstungen in Braunsbach angerichtet. Der Strom zog sich über die Orlacher Straße durch die Ortsmitte. Er zerstörte ein Haus komplett und machte eine noch unbekannte Zahl von Häusern unbewohnbar. Unter den am stärksten geschädigten Gebäuden befindet sich auch das Rathaus. Das genaue Ausmaß der Schäden ist noch nicht absehbar.

150 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Braunsbach, Schwäbisch Hall, Mainhardt und Gaildorf, des THW und des DRK waren bzw. sind noch vor Ort im Einsatz. Sie suchen insbesondere die Häuser ab und evakuieren Menschen, deren Häuser einsturzgefährdet sind. Die evakuierten Personen wurden in die Arena nach Ilshofen gebracht. Sie werden dort vom DRK und dem Kriseninterventionsteam betreut.

Teilweise weigern sich Menschen, ihre beschädigten Häuser zu verlassen. Dort werden jeweils die Personalien aufgenommen. Bei Tageslicht wird dann festgestellt werden können, wie groß die Schäden tatsächlich sind.

Im Braunsbacher Ortsteil Steinkirchen hat das Wasser ebenfalls enorme Schäden angerichtet. Ein Haus und zwei Brücken wurden vollständig zerstört.

Die Technische Einsatzleitung wird noch einige Zeit weiter arbeiten. In Braunsbach selbst ist eine Abschnittsleitung unter Führung von Kreisbrandmeister Mors eingerichtet, die die Rettungsarbeiten vor Ort koordiniert. Derzeit wird auch daran gearbeitet, die Zufahrt von Braunsbach aus Richtung Geislingen wieder frei zu bekommen. Aus Richtung Orlach ist Braunsbach nicht mehr anfahrbar, denn weite Teile der Straße wurden weggerissen.
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